„Politisch Lied, ein garstig Lied“,

 

so heißt es bekanntlich frei nach Goethe.

 

Trotzdem hat die deutschsprachige, musikalische Protestkultur bis in die 80iger Jahre hinein ihre bundesweit bekannten Vertreter gefunden. Seitdem ist jedoch ein Niedergang zu verzeichnen, obwohl sich insbesondere die wirtschaftlichen Verhältnisse seit den 90iger Jahren mit dem Höhepunkt der Hartz- IV- Reformen dramatisch zu Lasten nicht nur der Schwächsten der Gesellschaft verschoben haben.

 

Wir, die „Akkermänner“ sind keine „Weltverbesserer“ im dogmatischen Sinne, sondern „Arbeiterkinder“ im besten Sinne, die in den 70iger und 80iger Jahren durch die Möglichkeiten der Bildungsoffensive den Aufstieg in den Mittelstand  geschafft haben und es diesem Staat, der die Öffnung der Gesellschaft möglich gemacht hat, gedankt haben. Es ist daher nicht unsere Absicht, das Politikmodell der Bundesrepublik in Frage zu stellen oder gar eine andere Republik zu wollen. Wir  sehen unser musikalisch- gesellschaftspolitisches Ziel darin, unser näheres Umfeld kritisch zu beobachten, Missstände kompromisslos aufzuzeigen und unsere politische Analyse mittels Text und Kritik zu transportieren.

 

Wir haben nun unseren politischen Zorn künstlerisch umgesetzt und unter dem Titel „abwärts“ eine CD mit sozialkritischen Liedern veröffentlicht, in denen wir in deutlichen Worten die Auswirkungen der Politik der SPD kommentieren und zum asozialen Verhalten des früheren Parteivorsitzenden und Bundeskanzlers in angemessener Weise Stellung beziehen. Der Titel der CD ist also Programm, beschreibt sowohl die Gegenwart und Zukunft unserer  Gesellschaft als auch der Partei SPD. Das Titelcover ist eine satirische Verfremdung der an die Anfänge der Partei erinnernden und mahnenden Parteizeitung „vorwärts“.

 

Über die Begrenztheit der Möglichkeiten die Welt zu verändern, sind wir uns zwar bewusst, aber das hindert uns nicht daran – schon wegen der Vermeidung von „politischen Magengeschwüren“ –, unsoziales und politisch verwahrlostes Verhalten auf- und anzugreifen. Dass wir die Hoffnung in Bezug auf die SPD noch nicht aufgegeben

 haben, ergibt sich aus  dem Ausruf der Willy-Brandt-Imitation am Ende unseres Liedes „Bergab, bergab“:

 

„Freunde, das lass ich nicht durchgehen, ich lass das nicht durchgehen!“

 

 

 

Die Akkermänner:

Franz-Josef Akkermann,

F.J.L.

und Mark D.